1832
Die erste Fahne der neu gegründeten Schützengesellschaft zeigt das Bild des drachentötenden hl. Georg, des Patrons der Stadt Fredeburg, der dann auch Patron der Fredeburger Schützen wird.
Das erste Schützenfest im Jahre 1832 feiert man in der Schenke des Rathaus-Erdgeschosses, dem jetzigen Haus Steppeler auf dem Kirchplatz.
1833 - 1839
In den nächsten Jahren findet der Schützenball bis zum Bau der Landstraße durch das Leißetal im Jahre 1839 auf dem Platz zwischen Rathaus und Kirche statt. Dann verlegt man den Tanzboden auf den Platz unterhalb von Schulten Haus (heutige Burg-Apotheke). Der Tanz findet im Freien auf bedieltem Boden statt wobei die Musik auf einem Gerüst in der Mitte aufspielt.
1848
Als in den Sturmtagen dieses Jahres überall der Ruf nach Freiheit erschallt, bildet sich auch in der Stadt Fredeburg eine Bürgerwache. Als Erstes wird ein Banner in den Farben schwarz-rot-gold angeschafft. Nach kurzer Zeit verschwindet der ganze Spuk und mit ihm die Bürgerwache. Übrig bleibt nur das Banner, das von der Schützengesellschaft als Fahne übernommen wird.
1853
Die Schützengesellschaft errichtet für das Schützenfest zum ersten Mal ein großes Tuchzelt auf dem „Selters Deich“ auf den Wederen (ehemaliger Park des Hotels zur Post am heutigen Kastanienweg).
1855
Die Wahl von sechs Hofdamen zur Begleitung der Schützenkönigin wird eingeführt.
1860
Die Schützengesellschaft ernennt den Kaufmann Karl Hügel aus Krefeld (ein guter Geschäftsfreund zahlreicher Fredeburger Kaufleute) für die Stiftung einer Fahne zu ihrem Ehrenmitglied.
1864
Herr Hügel stiftet eine weitere Fahne.
1875
Als das Schützenzelt die ständig wachsende Besucherzahl nicht mehr aufnehmen kann, beschließt man auf der Generalversammlung am 20. Juli 1875 einstimmig den Bau eines Schützenhauses.
Die Bausumme wird zunächst auf 7000 Mark veranschlagt, allerdings erreicht sie später das Doppelte. Das für den Bau benötigte Geld beschafft man sich durch die Ausgabe von Obligationen.
Als Bauplatz erwirbt die Schützengesellschaft ein Grundstück Unterm Hömberg in unmittelbarer Nähe des Platzes, wo traditionell das Vogelschießen stattfindet.
Der Platz konnte kaum glücklicher gewählt werden: mitten im Ort mit schönem Blick auf Fredeburg und abseits des Verkehrs.

1877
Das Schützenhaus ist fertiggestellt. Am Sonntag, den 22. Juli können die Schützen zum ersten Mal ihr Hochfest im eigenen Heim feiern.
1881
Bei der Generalversammlung der Fredeburger Schützen werden neue Statuten zwecks der Verleihung der Rechte einer juristischen Person angenommen, die der Schützengesellschaft alsdann am 15. August 1881 auf Schloß Babelsberg durch Kaiser Wilhelm I. verliehen werden.
1904
Nachdem das Schützenhaus im Jahre 1903 elektrisches Licht erhalten hat, stellt man ein Jahr später fest, dass dessen Räume nicht mehr ausreichen. An der Ostseite wird das Gebäude daraufhin durch einen Anbau erweitert.

1907
Anläßlich des 75. Schützenfestes erhält die Schützengesellschaft eine neue Fahne, die das Wappen der Stadt Fredeburg zeigt.
1911
Der Vorstand setzt erstmalig Prämien für die Schützen aus, die sich am Vogelschießen beteiligen. Durch diesen finanziellen Anreiz verspricht man sich eine bessere Beteiligung am Schießen. (Das Problem schwindender Königsbewerber ist offensichtlich nicht neu!)
1920 - 1924
In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg zeigt sich immer mehr, dass die Halle für Fredeburg trotz der Erweiterung zu klein ist. Auch genügt sie den Ansprüchen nicht mehr.
So fehlt z.B. ein großer Saal mit Bühne für Veranstaltungen und Feste aller Art.
Es soll allerdings noch viel Zeit vergehen, bis die Mitglieder der Schützengesellschaft 1924 mit der Verbreiterung des Platzes vor und neben dem Schützenhaus beginnen.
1923
Wegen der durch die Inflation hervorgerufenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten wird das Schützenfest nur einen Tag gefeiert. Das Geckschießen fällt in diesem Jahr komplett aus.
1925
In diesem Jahr beschließt die Generalversammlung die Erweiterung der Halle nach den Plänen des Kreisbauamtes Meschede. Es ist geplant, den Tanzsaal etwa um die Hälfte zu vergrößern, Sitzplätze in einem Vorbau entlang der gesamten Westseite des Hauses und an der Südseite einen großen Saal mit Bühne und Küche zu schaffen, der durch eine leichte Bretterwand vom Tanzsaal abgetrennt wird.
Mit den Bauarbeiten kann bereits im Mai begonnen werden, und der Anbau an der Westseite wird bereits im Herbst vollendet.
1926
Im Frühjahr ist dann auch der 23 x 13,5 m große Saal fertiggestellt. Dabei stellt die Stadt übrigens das Bauholz und die Dachbretter im Wert von 6.000 Reichsmark und erhält im Gegenzug unentgeltliches Nutzungsrecht für städtische Veranstaltungen.
Unglücklicherweise fällt der Ausbau in eine Zeit enormer Baukostenverteuerung, so dass sich die Gesamtkosten am Ende auf etwa 30.000 Reichsmark belaufen.
1932
Ein Jahr großer wirtschaftlicher Not und Bedrängnis. Die Ernährer vieler Familien sind schon lange Zeit arbeitslos und auf öffentliche Mittel angewiesen. Die Betriebe der Stadt Fredeburg, die in normalen Zeiten hunderte von Arbeitern beschäftigten, mußten aufgrund des rapiden Auftragsrückgangs entweder schließen oder den Betrieb stark einschränken. Nur aufgrund des Hundertjährigen entscheidet sich der Vorstand, ein Schützenfest in althergebrachter Form zu feiern.
Die Generalversammlung beschließt, das Amit des Vorsitzenden von der des Schützenhauptmanns zu trennen. Diese Ämter wurden bisher in Personalunion ausgeübt.
1933
Nachdem die Nationalsozialisten an die Macht gekommen sind, werden auch der Schützengesellschaft unliebsame Fesseln angelegt. Die machen sich im Führerprinzip und der zwangsweise Eingliederung in den NS-Reichsbund für Leibesübungen bemerkbar.
Doch diese Bevormundung ist nur äußerlich, denn die Fredeburger Schützenbrüder stehen in unverbrüchlicher Treue zu ihrer Heimat und zum überlieferten Schützen-Brauchtum. Diese Grundhaltung bewahren sie sich in unverfälschter Form.

1945
Bei der Beschießung der Stadt wird der Schützenhauptmann Heinrich Ratte am 4. April in seinem Haus (Gebäude ganz rechts) durch einen Granattreffer getötet. Das anschließende Feuer zerstört auch die schwarz-rot-goldene Fahne von 1848.
Nach dem militärischen Zusammenbruch und der anschließenden Besatzung durch englische Truppen wird die Schützengesellschaft zu Fredeburg wegen der Zugehörigkeit zu einer NS-Gliederung aufgelöst und verboten. Deren Vermögen verfällt der Sperre.
1947
Endlich hat sich die englische Besatzungsmacht davon überzeugen lassen, dass die Schützengesellschaften durchaus keine militärischen Organisationen gewesen sind, keine militärischen Ziele verfolgt haben und nur zwangsweise Mitglied einer NS-Gliederung wurden. Da die Engländer aber doch noch einen gewissen Argwohn hegen, gestatten sie einen erneuten Zusammenschluß von Schützen nur auf der Basis eines Heimatvereins oder einer kirchlichen Schützenbruderschaft. Nach intensiven Vorbereitungen im April und Mai beschließt dann die am 15. Mai im Hotel zur Post tagende Generalversammlung der Schützen, sich in der St.-Georg-Schützenbruderschaft zusammenzuschließen. Der frühere Vorstand wird einstimmig wiedergewählt. Spontan bekennen sich mehr als 400 Fredeburger als Mitglieder der Bruderschaft. Diese erachtet es als ihre vornehmste Aufgabe, die Tradition der Bürgerwehr und Schützengesellschaft weiterzuführen. Die auch früher schon bestehende starke Bindung an die Kirche wird – nicht zuletzt durch die Umbenennung und das Führen des hl. Georg in dem Vereinsnamen – weiter vertieft. So nimmt die Bruderschaft ab jetzt geschlossen an den Prozessionen teil, und an höheren Feiertagen stehen die Schützenfahnen beim Hauptgottesdienst zu beiden Seiten des Altars.
1950
Am Schützenfestsonntag wird die neu angeschaffte Königskette – die auch heute noch stolz vom Schützenkönig getragen wird – durch den Präses der Bruderschaft, Vikar Müller, geweiht.
Am 10. September nimmt die Schützenbruderschaft in stattlicher Zahl an der Einführung ihres Präses, Vikar Müller, als Pfarrer in Dahlbruch teil. Für die Fahrt wird eigens ein Sonderzug eingesetzt.
1952
Das Schützenfest steht unter keinem guten Stern. Beim Abholen des Königs am Sonntagnachmittag erleidet Hauptmann Franz Beulmann einen Herzschlag, stürzt vom Pferd und stirbt kurze Zeit später. Das Königsschießen wird daraufhin verschoben und am Montagmorgen nachgeholt. Am darauf folgenden Donnerstag gibt die Bruderschaft ihrem Hauptmann nahezu vollzählig das letzte Geleit.
1953
Im November erfolgt in Wenholthausen die Wiederbelebung des Kreisschützenbundes Meschede im Schützenbund der Kurkölnischen Sauerlandes, dem die Bruderschaft Fredeburg als eine der ersten des Kreises beitritt. Erster Vorsitzender wird Bergwerksdirektor Paul Guntermann, der Vorsitzende der Fredeburger Bruderschaft. Zum Geschäftsführer wählt man den Justizangestellten Josef Grobbel, den Schriftführer der Fredeburger Schützen.
1955
Vorstand und Offiziere nehmen erstmals in den neu angeschafften Uniformen am Schützenfest teil. Kurze Zeit später kaufen dann alle Schützen einen einheitlichen grünen Schützenhut. Die Anschaffungskosten können von der Bruderschaft dank einer Spendenaktion in erheblichem Maße bezuschusst werden.

Am 10. und 11. September findet in Fredeburg das erste Kreisschützenfest des Kreisschützenbundes statt, an dem 42 Vereine des Kreises mit rund 1500 Mitgliedern teilnehmen. Für beträchtliches Aufsehen sorgen die Gastgeber, da Vorstand und Offiziere in ihren neuen Uniformen antreten und alle Schützenbrüder den neuen, einheitlichen Hut tragen.
1956
Infolge der stark angestiegenen Mitgliederzahl entschließt man sich, die Schützenbrüder zukünftig in drei Kompanien aufzuteilen, in Altstadt, Oberstadt und Unterstadt. Über die Kompanien erfolgt nun auch die Einziehung der Mitgliedsbeiträge.
Zur Vervollständigung des einheitlichen Erscheinungsbildes werden die bisherigen blau-weißen Fähnchen durch grün-weiße ersetzt.
1957
Durch mehrere hochherzige Spenden wird zum 125. Jahrestag des ersten Fredeburger Schützenfestes eine neue Fahne angeschafft, die während des Jubelfestes geweiht und dem Schützenhauptmann Robert Schauerte übergeben wird. Neben dem Namenspatron, dem heiligen Georg, ist auf der aus Damasttuch bestehenden Fahne der 1444 bei der Verteidigung der Vredeburg gefallene Burghauptmann Goddert von Hanxleden dargestellt. Die Fahne ist in blau-weiß gehalten, den Farben der Stadt Fredeburg.
1959
Auf der Generalversammlung wird beschlossen, den zeitlichen Ablauf des Schützenfestes zukünftig zu verändern: Das Vogelschießen wird von Sonntag auf Samstag vorverlegt. Im Rahmen des Festkonzertes soll dann die Königsproklamation erfolgen. Der Beginn des Festes am Montag wird zudem um eine Stunde verschoben. Mit dem Vizekönigsschießen soll dann nach der Heiligen Messe für die Verstorbenen und der Totenehrung begonnen werden.
1960
Die Mitglieder der Gewehrsektion erhalten erstmals eine Uniform.
Der Fußboden im Schützenhaus ist derartig stark von Pilz befallen, dass ein komplett neuer verlegt werden muss.
Der Mitgliedsbeitrag von 8,- DM wird um 2,- DM erhöht.
1961
Nach neuen Richtlinien der Kreispolizeibehörde entspricht die alte Vogelstange nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen. Um diese zu erfüllen und ein sicheres Schießen zu gewährleisten, wird eine neue Vogelstange mit Stahlgerüst und Kugelfang aufgestellt.
1962
Wegen Baumaßnahmen am Schützenhaus und den daraus resultierenden Kosten beschließt die Generalversammlung eine Umlage von 20,- DM, die jeder Schützenbruder über drei Jahre entrichten muß.
1963
Architekt Wiesemann legt auf der Generalversammlung einen Plan zum Um- und Ausbau des Schützenhauses vor. Der sieht einen Ausbau an der Südseite vor, in dem ein Speisesaal für 120 Personen mit Ausschank und Toilette untergebracht werden soll. Für die neue Küche soll die alte Theaterbühne umgebaut werden.

1964
Nach umfangreichen Bauarbeiten (siehe Foto) werden die Kurterrassen im Hömberg eingeweiht.
1965
Am 5. Mai kann der Anbau an das Schützenhaus begonnen werden. Die Finanzierung der umfangreichen Baumaßnahmen ist gesichert. Nach Ankauf eines Geländestreifens von Gastwirt Rötger Schauerte muß laut Kaufvertrag eine 90 m lange Stützmauer errichtet werden. Dies hat den Vorteil, dass man den Vorplatz der Halle vergrößern und die Zuwegung an der Westseite erheblich verbreitern kann. Bis zum Schützenfest ist der Anbau so weit fertiggestellt, dass darin provisorisch gefeiert werden kann. Im November wird im neuen Speise- und alten Kinosaal eine elektrische Heizung installiert. Nun können die Räumlichkeiten auch im Winter für Feiern jeglicher Art genutzt werden.
1966
Die Verabschiedung von Oberst und Erstem Vorsitzenden erfolgt nicht mehr vor deren Wohnung, sondern auf dem Kirchplatz.
1967
Nach längerer Pause wird Fastnacht wieder – unter Beteiligung aller örtlichen Vereine – der traditionelle und überaus beliebte Bazar an zwei Tagen veranstaltet.
Während der Generalversammlung wird bekannt gegeben, dass die Bruderschaft in den letzten 10 Jahren mehr als 200.000,- DM in An- und Umbauten, Grundstückserwerb und Mobiliar investiert hat.
1968
Als erste der Kompanien errichtet die Unterstadt eine geräumige Schutzhütte. Die Oihlsker Hütte an der Robbecke soll gleichermaßen den Schützen, Einheimischen und Gästen für Feiern zur Verfügung stehen. Als weitere Bereicherung für den Fremdenverkehr wird an der Hütte zudem ein Kneipptretbecken gebaut.
1970
In Eigenleistung erstellt die Schießsportgruppe auf der Empore des Kinosaals einen neuen Luftgewehr-Schießstand.
1971
Die Kompanie Oberstadt stellt die Dreibuchenhütte fertig. Der rustikalen Hütte ist ein großes Freizeitzentrum mit Grillplatz und Tretbecken angegliedert. Mehr als 10.000 Arbeitsstunden werden in die Fertigstellung investiert.
1972
Als letzte der drei Kompanien baut die Altstadt die Koppenhütte und damit ein weiteres Fredeburger Ausflugsziel.
Sechzehn- bis Achtzehnjährige dürfen der Bruderschaft als Jungschützen beitreten. Eine große Belebung der Festzüge.

1973
Durch Vertrag vom 15. Januar wird der Schützenbruderschaft und deren Rechtsnachfolgern durch die Stadt Fredeburg ein unbefristetes Nutzungsrecht an folgenden Anlagen und Flächen – ausgenommen das aufstehende Holz – eingeräumt: Drei Buchen mit 29,32 ar, Koppen mit 16,99 ar und Robbecke mit 23,98 ar. Im Gegenzug trägt die Bruderschaft sämtliche Kosten für die Instandhaltung der Hütten und Anlagen.
Am 6. Mai ist die Fredeburger Bruderschaft Ausrichter der Kreisschützentagung im Schützenhaus.
Eine Satzungsänderung bewirkt, dass der Schiesssportleiter zukünftig dem Vorstand angehört.
Die Dorint-Gesellschaft plant, auf dem Grundstück der Bruderschaft ein 180-Betten-Hotel zu errichten. Dafür soll in der Schmiedinghausen am Kurpark eine Mehrzweckhalle entstehen, die von der Bruderschaft 13 Tage im Jahr kostenlos genutzt werden kann.
1974
Der Plan der Dorint-Gruppe ist geplatzt. Es gibt jedoch eine Alternative: der Bau einer Stadthalle. Dafür soll das gesamte Vermögen des Vereins der Stadt überschrieben werden. Zusätzlich hat jeder Schütze eine Bauumlage von 250,- DM zu entrichten. Die Möglichkeit der Teilzahlung wird eingeräumt. Der Antrag wird auf der Generalversammlung bei 21 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen angenommen.
Am 17. Mai gewinnt die Bruderschaft in Bigge-Olsberg die Kreismeisterschaft in Schießen.
1975
In diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten am Kurhaus. Im Zuge der Arbeiten ist der Abriß des unterhalb der Halle liegenden Hauses Vogt-Sasse unumgänglich. Fredeburger Bauunternehmen beteiligen sich tatkräftig an den Abbrucharbeiten.
1976
Am 12. März wird die 99 Jahre alte Schützenhalle abgebrochen, nachdem an Karneval der „BAZAR“ als letztes Fest noch einmal zünftig gefeiert worden ist. In Eigenleistung der Schützenbrüder mit Unterstützung der Feuerwehr kann das große Holzgebäude in nur sieben Stunden dem Erdboden gleich gemacht werden.
Die Generalversammlung kann in diesem Jahr schon in den Räumen des neuen Kurhauses stattfinden. Der Vorstand hat allen Grund, den Mitgliedern Dank zu sagen. Dieser gilt neben allen Schützenbrüdern für die Zahlung der Umlage auch jenen, die zehn Jahre lang den Bazar in vorbildlicher Weise organisiert haben. Auch der Vorstand, die Offiziere und deren Frauen tragen durch die Generalreinigung mit 1.000,- DM aus dem Stadtsäckel dazu bei, dass der Verein schuldenfrei ist und die 250.000,- DM Bauumlage ruhig angehen kann.
Die Eröffnung des Kurhauses erfolgt auf dem Schützenfest.

1977
Der Präses der Schützenbruderschaft, Pfarrer Risse, feiert am 24. Februar sein 25-jähriges Jubiläum als Priester in Fredeburg.
Die Stadt Schmallenberg kommt ihrer im Jahre 1974 eingegangenen Verpflichtung nach, der Schießsportgruppe geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die neue Anlage findet ihr Zuhause im Schulzentrum Fredeburg an der Leissestraße, wo heute noch die Trainings stattfinden. Auch das jährliche Kompanieschießen wird hier ausgetragen.
Am 28. Dezember muß die Bruderschaft ihren Präses Pfarrer Risse unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe tragen.

1978
Die Generalversammlung am 12. April nutzt der Erste Vorsitzende Ernst Guntermann, den Schützenbrüdern ins Gewissen zu reden. Er ruft dazu auf, sich in sozialen Projekten der Stadt zu engagieren. Von 1978 an soll z.B. jährlich ein geselliger Abend für alle über 65 Jahre alten Bürger von der Bruderschaft veranstaltet werden.
1979
Die Fredeburger Schützen beteiligen sich an der 50-Jahr-Feier des Sauerländer Schützenbundes in der Velmeder Schützenhalle.
1980
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bruderschaft findet wegen Platzregen am Schützenfestmontag kein Umzug statt. Hinter vorgehaltener Hand wird der Schützenkönig dieses Jahres, Fritz Tigges, auch der „Regenkönig“ genannt.
1981
Am Schützenfestmontag wird die Heilige Messe mit eingeschlossener Gefallenenehrung erstmals auf dem Burgfriedhof zelebriert.
1982
Das Jahr steht ganz im Zeichen des 150-jährigen Jubiläums der Bruderschaft. Beim Schützenfest nehmen 26 ehemalige Könige am Kaiserschießen teil, das Lothar Mönig für sich entscheidet.
Eine neue Fahne mit hl. Georg, den Jahreszahlen 1832-1982, dem Stadtwappen und dem Wappen des Kreisschützenbundes Meschede wird an Oberst Hermann Grobbel übergeben. Bürgermeister Paul Falke versichert in seinem Grußwort: „Ohne die Schützen wäre das gesellschaftliche Leben in Fredeburg um vieles ärmer.“
1983
Am Schützenfestsonntag wird das Schützenhochamt von WDR, NDR und SFB live übertragen; ein Erlebnis der besonderen Art.
Vor dem Festzug spritzt die Feuerwehr die Straßen auf Grund der vorherrschenden tropischen Temperaturen ab. Auch das Kurhaus wird zur Abkühlung mit Wasser besprüht.
1984
Auf dem Kreisschützenfest in Reiste stellt die Bruderschaft erstmals den Kreiskönig. Lothar Störmann holt den Vogel von der Stange.
Die Kompanie Unterstadt schafft sich eine eigene Fahne an.
1985
Die Unterstadt stellt der Bruderschaft 2.000,- DM, die Oberstadt 4.000,- DM als Darlehen zur Verfügung.

Der Schützenvorstand nimmt mit einer schlagkräftigen Mannschaft am ersten Vereins-Kicker-Turnier teil. Das Tor hütet übrigens der 1. Vorsitzende Ernst Guntermann.
1986
Auch die Altstädter gewähren der Bruderschaft ein Darlehen in Höhe von 2.000,- DM.
1987
Bei der Generalversammlung geht es wegen des Antrags auf eine Senkung des Bierpreises hoch her. Nach teilweise sehr unsachlicher Diskussion wird der Antrag als unrealistisch abgelehnt.
1988
Die Generalversammlung beschließt den Beitritt zur Kurhaus-Betriebsgesellschaft mit einer Einlage von 5.000,- DM.
Nach dem Schützenfest wird mit umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten am Kurhaus begonnen.
Am 18. September beteiligt sich die Bruderschaft an der Primizfeier von Peter Greiff, die leider von dem plötzlichen Tod seiner Mutter überschattet wird.
1989
Zukünftig müssen die auswärtigen Schützenbrüder den gleichen Mitgliedsbeitrag leisten wie die einheimischen.
Im Mai werden Kurhaus und Parkrestaurant wiedereröffnet.
Der Parkplatz oberhalb des Kurhauses wird neu gestaltet, wobei die Kosten durch Eigenleistung der Bruderschaft und die Unterstützung durch heimische Unternehmen gering gehalten werden können.
1990
Am 01. und 02. September findet das Kreisschützefest in Fredeburg statt. Thomas Kemper aus Kückelheim/Eslohe wird erst im zweiten Anlauf als Kreiskönig ermittelt. Nachdem Friedrich Fischer aus Bödefeld schon zum König ausgerufen wurde, stellt man fest, dass noch ein Holzsplitter im Kugelfang verblieben ist. Es muß weiter geschossen werden.
2482 Schützen aus 43 Vereinen marschieren bei schönem Wetter durch Fredeburg, begleitet von 495 Musikern.
1992
Die Generalversammlung beschließt, den König mit Hofstaat am Schützenfestmontag nur noch am Franz-Stock-Haus abzuholen.
1993
Das erste Königstreffen findet am 7. März bei guter Beteiligung im Rundsaal des Kurhauses statt. Ältester Teilnehmer ist Ferdinand Siepe aus Speyer mit 84 Jahren.
1994
Am 2. Juli feiert die Schießsportgruppe ihr 25-jähriges Bestehen.
Innerhalb des Kompanieschießens wird auch ein Pokal unter den ehemaligen Königen ausgeschossen.
Beim Europaschützenfest in Medebach kommt Kreisvizekönig Meinolf Schüttler bis ins Endstechen.
1995
Fredeburg wird das erste Kneippheilbad im Sauerland und darf sich ab jetzt Bad Fredeburg nennen.
1996
Das Bier soll beim Schützenfest teurer werden. Wegen des hohen Glasbruchs steigt der Preis pro Glas von 1,30 DM auf 1,40 DM.
Am 29. November findet das zweite Königstreffen unter Beteiligung von 29 ehemaligen Königspaaren im Kurhaus statt.
1997
Der Geck erweist sich in diesem Jahr als überaus zäh. Nach dem 500. Schuß ist die Munition verbraucht. Es muß neue besorgt werden. Schließlich gelingt es Wolf Achenbach, die Reste des Gecks mit dem 608. Schuß von der Stange zu holen.
1998
Vikar Hengstebeck segnet am 1. Mai die neu erbaute Oihlsker Hütte ein. Anschließend wird zünftig gefeiert.
2000
Im Rahmen des Schützenfestes wird Ernst Guntermann eine besondere Ehrung zuteil. Aus den Händen des Regionalpräsidenten der EGS (Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen), Josef Schmidt, erhält er das Silberne Verdienstkreuz mit Urkunde der Europäischen Schützengemeinschaften.
2001
Am 17. März wählt die Kreisdelegiertenversammlung Bernhard Linn als Beisitzer in den Kreisvorstand.
Für heftige Diskussionen auf der Generalversammlung sorgt ein Vorschlag, den Einlaß durch die Ausgabe reißfester Bändchen zu entzerren. Er wird mehrheitlich abgelehnt.
Durch die Umstellung von DM auf Euro ändert sich der Mitgliedsbeitrag. Statt 15,- DM sind nun 8,- Euro im Jahr fällig.
Das dritte Königstreffen findet im Kurhaus statt.
Die Schützenbruderschaft verfügt jetzt über einen eigenen Raum im Kurhaus als zentrale Lagermöglichkeit.
2002
Während des Schützenfestes können zwei besondere Jubiläen gefeiert werden: Die Stadtkapelle Schmallenberg stellt die Festmusik zum 25. Mal, die Schaustellerfamilie Burghard ist sogar zum 40. Mal vertreten!
Um mehr Bewerber zum Königsschießen zu motivieren, wird die Schußprämie von 1.000,- DM auf 1.000,- Euro erhöht. Auch bei den Prämien für Krone, Zepter und Reichsapfel wird der DM-Betrag in Euro umgewandelt.
2003
Fünfundzwanzig Jahre nach der letzten Änderung wird eine neue Satzung verabschiedet. Fast ein Dreivierteljahr ist an dem Entwurf von Friedhelm Eickhoff gefeilt worden. Unter anderem haben die 16-jährigen Jungschützen jetzt volles Stimmrecht.
2004
Die Firma Hugo Schauerte liefert seit 50 Jahren die Getränke für das Fredeburger Schützenfest, Familie Busch aus Rösenbeck kann auf mittlerweile 25 Jahre als Festwirt zurückblicken.
Richard Rams zeigt eine Fotoausstellung bei der Generalversammlung.
Bei parallel laufenden Arbeitseinsätzen haben die Schützenbrüder den Parkplatz oberhalb des Kurhauses neu gepflastert und eine neue Vogelstange errichtet. (Die mehr als 40 alte und nicht mehr zeitgemäße Vogelstange wird durch eine von Walter Schneider gebaute ersetzt.)
Erstmalig gibt die Bruderschaft – außerhalb von den Jubiläen – eine Festschrift heraus. Diese soll nun jährlich erscheinen, Rückblick und Vorschau sowie das aktuelle Festprogramm beinhalten.
2005
Nach 27 Jahren wechselt die Festmusik. Der Musikverein Cäcilia Berghausen löst die Stadtkapelle Schmallenberg am Samstag, am Sonntag und beim Montags-Festzug ab. Den Montagabend bestreitet nun die Showband „Take Two“.
Das Kurhaus bekommt eine neue Thekenanlage.
Georg Schauerte, Fähnrich der Kompanie Unterstadt, bekleidet die neu geschaffene Stelle des Jugendvertreters.
Wegen des Besucherrückgangs am Schützenfestmontag entschließt man sich, montags auf den Eintritt zu verzichten.
Schützenkönig Ralf Fischer wird Kreiskönig in Westfeld und regiert nun die Kreisschützen für drei Jahre.
2006
Fünfzig Jahre Schützenkompanien! Aus diesem Anlaß finden die Kompanieversammlungen in diesem Jahr zusammen im Kurhaus statt. Die kompanieinternen Angelegenheiten werden getrennt behandelt, die Vereinsangelegenheiten anschließend gemeinsam.
Hauptmann Reinhard Schauerte wird einstimmig zum stellvertretenden Kreisobert gewählt.
Eine neue Fahne, die zum Jubiläumsschützenfest 2007 übergeben und geweiht weden soll, wird in Auftrag gegeben.
2007
Im 175. Jahr seit Bestehen der Fredeburger Schützenbruderschaft ist alles auf das Jubiläumsschützenfest vom 21. bis 24. Juli ausgerichtet.
Schützenkönig wird Thorsten Lobe, die Kaiserwürde erringt Lothar Störmann.

2009
Die Neugestaltung des Festplatzes im Hömberg wird in Angriff genommen. Auch die Schießhütte wird abgerissen und neu aufgebaut. Die Schützenbrüder leisten etwa 1.650 freiwillige Arbeitsstunden, so dass die Anlage bereits im Juli für das Schützenfest genutzt werden kann. Die Kosten belaufen sich auf rund 30.000 Euro.
Am 12. und 13. September findet das Stadtschützenfest in Bad Fredeburg statt, an dem 19 Gastvereine teilnehmen. Stadtschützenkönig beim „Heimspiel“ wird Herbert Marek.
2011
Terminüberschneidungen beim Musikverein Berghausen machen einen erneuten Wechsel der Festmusik notwendig. Der Musikverein Rinsecke-Oberhundem sorgt ab jetzt für die musikalische Gestaltung des Schützenfestes.
Wolf Achenbach übernimmt bei der Generalversammlung im Mai die Bataillonsführung von Bernd Wulbeck, der berufsbedingt aus dem Amt scheidet. Zu seinem Adjutanten ernennt er Thomas Knoche.
2012
Am Schützenfestsamstag wird der 2. Vorsitzende Reinhard Schauerte mit dem Orden für hervorragende Dienste des Sauerländer Schützenbundes ausgezeichnet, Benedikt Siepe für das 50. Schützenfest als Musiker (!) mit dem Orden für Verdienste.
2013
Bernhard Linn scheidet nach 12 Jahren aus dem Kreisvorstand des Sauerländer Schützenbundes aus. Das Ehrenmitglied der St. Georg-Bruderschaft beendet damit seine aktive Schützenkarriere.
2014
Auf der Generalversammlung im April stimmen die Schützenbrüder nach kontroverser Diskussion dem Vorschlag des Vorstandes zu, den Frühschoppen im Hömberg am Schützenfest-Montag nach dem Geckschießen um 13.00 Uhr zu beenden und die Proklamation des Vizekönigs und die weitere Feier des Festes im Kurhaus stattfinden zu lassen. Dazu soll mittags ein Buffet mit gutbürgerlichen Speisen angeboten werden.
Der Festbeginn am Schützenfest-Montag wird eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Das Antreten erfolgt künftig um 09.45 Uhr.
2015
Die Generalversammlung stimmt auf Grund der positiven Resonanz aus dem Vorjahr – wiederum nach kontroverser Diskussion – dafür, den Frühschoppen am Schützenfest-Montag künftig immer im Kurhaus abzuhalten.
Ferner wird beschlossen, den König ab dem Jahr 2016 samstags nicht mehr zu Hause, sondern am Amtsgericht abzuholen.

2017
Wegen Umbauarbeiten kann das Kurhaus für das Schützenfest nicht genutzt werden. Man entschließt sich zu einer Feier im Festzelt, das auf dem Kurhaus-Parkplatz aufgebaut wird.
Schützenkaiser wird nach spannendem Schießen Meinolf Schüttler aus der Oberstadt, Schützenkönig von 1993.
2018
Der 1. Vorsitzende Georg Guntermann gibt sein Amt nach 18 Jahren ab. Als neuen Vorsitzenden wählt die Generalversammlung am 28. April den bisherigen Vize, Bernd (Berni) Wulbeck.
Georg Guntermann wird – als Dank für die geleisteten Dienste zum Wohle der Bruderschaft – zum Ehrenvorsitzenden gewählt.
Reinhard Schauerte wird auf der Kreisdelegiertentagung des Kreisschützenbundes zum neuen Kreisoberst gewählt, nachdem er das Amt des stellvertretenden Kreisobert bereits 18 Jahre bekleidet hat. Damit liegt genau 65 Jahre nach der Wahl von Paul Guntermann zum ersten Kreisoberst nach dem Zweiten Weltkrieg die Führung der 22.000 Schützenbrüder im Altkreis Meschede wieder in der Hand eines Mitgllieds der Schützenbruderschaft Fredeburg.
2021 & 2022
Die Schützenfeste, Kinderschützenfeste, Altennachmittage und Königstreffen fallen allesamt der Corona-Epedemie zum Opfer. Ebenso die Generalversammlung 2020.
Am 09. Oktober jedoch kann eine Generalversammlung im Kurhaus stattfinden. Bestens besucht bringt sie gravierende Veränderungen im Vorstand: Thomas Knoche wird neuer Bataillonskommandeur, da Wolf Achenbach nicht mehr kandidiert. Er ernennt Georg Schauerte zu seinem Adjutanten. Auch der Führer der Gewehrsektion, Martin Heimes, stellt sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger wählt die Versammlung Franz Hachmann. Wolf Achenbach, Martin Heimes und Jürgen Sommer werden zu Ehrenmitgliedern gewählt.